21. September 2017

Das Team im Fokus - Review vom 2. Agile Talks & Beer

 

Beim 2. Agile Talks & Beer am Donnerstag, den 21. September trafen sich wieder Mitarbeiter aus etablierten Unternehmen und Startups aus dem Bamberger Raum, um sich rund um Agile, Scrum und Lean-Development auszutauschen. Der Fokus bei diesem Treffen war die Zusammensetzung von Umsetzungs- oder Entwicklungsteams.

 

Es immer wieder interessant zu hören, dass Teams, die aus Top-Experten eines Unter-nehmens bestehen, nicht erfolgreicher bei der Entwicklung von neuen Lösungen sind, sondern teilweise sogar schlechter abschneiden, als Teams mit „durchschnittlichen“ Mitarbeitern.

Hintergrund könnte ein persönliches Silodenken der Experten sein, die ihre Stellung im Unternehmen durch ihr Know-how zu sichern versuchen, und somit weniger bereit sind ihre Erfahrungen zu teilen oder ihr Wissen preiszugeben. Dies behindert natürlich den Arbeitsprozess und die Innovationskraft des Teams. Erfolgreiche Teams arbeiten einfach gerne zusammen und tauschen sich aus. Sie sind bereit sich gegenseitig zu hinterfragen, nicht nur ihre Ideen, sondern auch sich selbst. Sie wachsen und entwickeln sich gemeinsam weiter, lernen voneinander.

 

Speziell bei der Neueinführung von Agile/Scrum ist stark auf die Teamfähigkeit der Teammitglieder zu achten und nach den richtigen Pionieren zu suchen. Bei einer bewussten Entscheidung kann hier eine Commitment Matrix und eine Stakeholder-Analyse helfen. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Denn je nach Größe des Unternehmens steht nur eine beschränkte Anzahl von Mitarbeitern mit dem notwendigen Know-how zur Verfügung, um die Aufgabenstellung zu lösen. Da im Agile/Scrum cross-funktionale Teams gebildet werden, müssen die Mitarbeiter im Team auch andere Denkmuster auf Grund anderer Ausbildungen nachvollziehen können. Ein Ingenieur denkt und argumentiert beispielsweise anders als ein Informatiker oder Wirtschaftswissenschaftler oder sogar ein Biologe. Dem Teambuilding ist also eine hohe Priorität zuzumessen. Hier ist der Scrum Master gefordert, der neben der prozessualen Ausbildung von Agile/Scrum ausgeprägte Kenntnis im Teambuilding, der Menschenführung und Moderation haben sollte. Noch komplexer wird es für diesen, wenn es um eine Neueinführung von Agile/Scrum in einem etablierten Unternehmen geht. Dann ist Erfahrung im Change-Management und der Organisationsentwicklung gefragt. In dieser Situation ist der Einsatz eines Scrum- oder Agility-Coachs gegebenenfalls sinnvoll, der als Externer einen differenzierten Blick auf die Organisation wirft sowie Scrum Master und auch die Führung des Unternehmens coacht und berät.

 

Startups haben oft andere Herausforderungen als etablierte Unternehmen. Hier stellt sich oft die Frage, ob ein eigenständiger Scrum Master und Product Owner etabliert werden kann, um das Team zu unterstützen oder beispielsweise der Scrum Master teilweise Entwicklungsaufgaben übernimmt. Auf die Dauer ist das sicherlich nicht ideal, da der Scrum Master direkt im Team beteiligt ist und immer stärker integriert wird und somit gegebenenfalls Teil des Problems ist.

Die Randbedingungen der Ressourcen und Finanzierbarkeit können aber dies notwendig machen.

 

Diese und weitere interessante Aspekte wurden beim letzten Agile Talks & Beer unter den Teilnehmern diskutiert.

 

Hast Du Lust mitzudiskutieren, Erfahrungen auszutauschen oder dich bei Herausforderungen durch Kollegen beraten zu lassen, dann sei doch einfach dabei beim 3. Agile Talks & Beer am 26. Oktober in der Gaststätte des Schwimmverein Bamberg. Näheres zum Termin findest du auf  www.agile-talks.de oder auf Facebook unter „Agile Talks&Beer“.

 

 

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