12. November 2017

Die Sprint-Planung im Fokus – Review 3. Agile Talks & Beer

 

Die Sprint-Planung teilt sich grundsätzlich in zwei Planungsphasen auf.

 

In der Sprint-Planungsphase 1 nehmen der Product Owner, Scrum/Agility Master und das Entwicklungs-/Umsetzungsteam teil. Inhalte dieser Phase sind die…

  • Präsentation des Produkt-Backlogs durch den Product Owner
  • Erarbeitung des Verständnisses der zu erledigenden Stories (Arbeitsumfänge)
  • Abschätzung der Stories (Arbeitsumfänge) durch das Umsetzungsteam
  • Auswahl der Stories (Arbeitsumfänge) durch das Umsetzungsteam
  • Erarbeitung des Sprintzieles

 

Häufig wird die Erarbeitung des Verständnisses und ggf. auch teilweise die Abschätzung der Aufwände für die Stories während der Product Backlog-Verfeinerung durchgeführt, so dass man sich während der Planung ausschließlich auf die zu bearbeitenden Stories konzentrieren kann.

Interessant bei der Diskussion um den Themenpunkt der Abschätzung und Bewertung von Stories war, dass immer noch sehr häufig auf eine zeitliche Abschätzung zurückgegriffen wird anstelle der Nutzung von Story-Points über die natürliche Wachstumsfolge Fibonacci. Es gibt aber auch Firmen, die Stories selbst gar nicht abschätzen, sondern nur Features im Rahmen der Etappenplanung.

Ein sehr interessanter Ansatz war die zeitliche Schätzung mit einer Genauigkeit von 4-Stunden-Schritten durchzuführen, sprich 4, 8, 12 Stunden. Die minimale Schätzung für eine Story ist also 4 Stunden. In der Regel lässt man nur zu bearbeitende Stories zu, die nicht größer als 16 Stunden, sprich 2 Arbeitstage, sind. Bei größeren Umfängen sollte die Anforderung weiter aufgeteilt werden. Basis für diese Beschränkung ist eine Sprintdauer von 2 Wochen. Vorteil ist das Umgehen von Detaildiskussionen bezüglich der Dauer für die Abarbeitung. Mit einer solchen Vorgehensweise ist auch ein Planning-Poker durchführbar.

 

In der Sprint-Planungsphase 2 nehmen der Scrum/Agility Master und das Entwicklungs-/Umsetzungsteam teil. Inhalte dieser Phase sind die…

  • Aufgabenplanung durch das Umsetzungsteam
  • Erstellung des Sprint-Backlogs
  • und ein abschließendes Sprint Commitment

 

Generell scheint ein geplanter Zeitpuffer von 20% für dringende kurzfristige Anforderungen und operative Themen üblich zu sein, falls nicht über die Betrachtung der letzten 3 Sprints explizit der Zeitpuffer definiert wird.

Diese und weitere interessante Aspekte wurden beim letzten Agile Talks & Beer unter den Teilnehmern diskutiert.

 

Hast Du Lust mitzudiskutieren, Erfahrungen auszutauschen oder dich bei Herausforderungen durch Kollegen beraten zu lassen, dann sei doch einfach dabei beim 4. Agile Talks & Beer am 7. Dezember in der Gaststätte des Schwimmverein Bamberg. Näheres zum Termin findest du auf  www.agile-talks.de oder auf Facebook unter „Agile Talks&Beer“.

 

Rüdiger Herbst, 12.11.2017

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